Die Zeit ist Reif für Basisdemokratie – ich werde politisch!

Seit der Coronakrise rumpelt es gewaltig in unserer Welt. Unsere Gesellschaft ist tief gespalten. Die Menschen ordnen sich Polaritäten zu um Themen wie „Gesundheitsangst“, „Freiheitsangst“ oder „Armutsangst“ (siehe dazu einen erhellenden Vortrag von Daniele Ganser). Schlafschafe, Verschwörer, Wahrheitsleugner, Coronaleugner, Aluhutträger – es ist schlimm, welche Gräben sich zwischen uns aufgetan hat. 

Bei mir selbst hat die Krise bewirkt, dass ich mich so intensiv wie noch nie zuvor in meinem Leben mit den Mechanismen unserer heutigen Gesellschaft beschäftigt habe. Und ich denke auch viel darüber nach, wie ich mir eine schöneres und liebevolleres Zusammenlebens vorstellen würde.

Aus diesen Gedanken ist mein Social Healing Projekt entstanden, ein Beitrag für die Heilung unsere Gesellschaft. Darüber kannst Du hier nachlesen: Social Healing.

Allerdings brauchen wir für eine Heilung auf gesellschaftlicher Ebene Veränderungen in einem viel größeren, gesamt-gesellschaftlichen Maßstab. Die Art, wie heute in Deutschland politische Entscheidungen getroffen und durchgesetzt werden hat einen erheblichen Anteil an der Spaltung. Wir brauchen deshalb eine neue Art von demokratischen Prozessen, für ein neues und besseres Miteinander. Ein Miteinander, das gut mit abweichenden Meinungen umgehen kann, das integriert und verbindet anstatt zu spalten.

Als Konsequenz aus dieser Beschäftigung ist etwas passiert, was ich niemals für möglich gehalten hätte: Ich bin politisch aktiv geworden, der „Basisdemokratischen Partei Deutschland“ (dieBasis) beigetreten. Und stehe ihr auch als Ersatzkandidat bei der Landtagswahl zur Verfügung. Und das, obwohl für mich „Politik“ bisher eher ein Theaterspiel war, weit weg inszeniert in den Medien.

Die Aussage „Ich bin unpolitisch“ ist naiv – und gefährlich!

In meinem früheren Leben spielte Politik eher in Kneipen eine Rolle, bei hitzigen Diskussionen mit Freunden. Ansonsten war ich mit der Organisation meines Alltagslebens beschäftigt. Natürlich ging ich wählen. Allerdings ohne große Hoffnung, dass sich dadurch substanziell etwas in unserem Lande verändern würde.

Heute halte ich meine damalige, politisch passive Einstellung für sehr naiv bis gefährlich.

Wie soll sich denn etwas verändern, wenn sich meine einzige demokratische Aktivität in einem Kreuz auf dem Wahlzettel niederschlägt? Bei meinem Wahlakt wird keinerlei Information darüber transportiert, welche Enttäuschung, welche Wut, welche Träume wirklich hinter diesem Kreuz stecken. Auch die von mir gewählten Personen und Parteien haben mich nie gefragt, was mich wirklich bewegt und welche Wünsche ich an die Gesellschaft habe. Und ehrlich gesagt habe ich mich auch nicht gekümmert herauszufinden, wie ich es ihnen hätte überbringen können. 

Ich bin erschüttert!

In der Coronakrise sehe ich mit Entsetzen, wie die Gesellschaft sich immer weiter spaltet. Und ich sehe mit Schrecken wie die Politik alles tut, um die Spaltung zu vergrößern anstatt die Gräben zu überwinden.

Diese Krise hat mein Weltbild erschüttert. Ein Weltbild, in dem ich es anderen Menschen überlassen habe, sich um meine Bedürfnisse in dieser Gesellschaft zu kümmern. Ein Weltbild, in dem unsere gewählten Repräsentanten „es schon irgendwie“ schaffen werden, die Gesellschaft in eine schöne, freiheitliche, offene und freundliche Zukunft zu führen. 

An diesem Bild hielt ich fest, auch wenn ich sah, dass die Interessen der Großindustrie und von mächtigen Lobby-Verbänden bevorzugt wurden. Dass Integrität, Echtheit, Wahrhaftigkeit, Achtsamkeit und Liebe nicht unbedingt Werte aus dem Reich der Politik waren. 

In der Coronakrise wurde für mich meine „Rote Linie“ übertretenDafür bin ich dankbar. Ich kann und mag an meinem bisherigen Wunschbild nicht mehr festhalten. Zu sehr treibt es mich um zu sehen, wie mit Andersdenkenden umgegangen wird. Zu sehr vermisse ich den offenen und ehrlichen Diskurs. Zu sehr stört mich die offene Diffamierung, Ausgrenzung und grassierende Zensur. Für all dies lasse ich keinen guten Grund gelten – schon gar nicht in einer Demokratie, die doch mit unterschiedlichen Meinungen in einer erwachsenen und souveränen Art umgehen können sollte!

Die Zeit ist reif für Basisdemokratie!

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir Bürger die Verantwortung, welche wir an die Politik abgegeben haben, wieder zu uns zurück nehmen müssen. Das ist für mich der Weg zur Heilung der Gräben unserer Gesellschaft – und es verhindert, dass bei zukünftigen Krisen neue Gräben entstehen.

Die Zeit ist reif. Technologisch haben wir heutzutage die Möglichkeit, Informationsverbreitung und Abstimmungen in kürzester Zeit für viele Millionen von Menschen zu organisieren. Gleichzeitig haben wir auch erprobte Verfahren, um Entscheidungsfindungen auch bei sehr großen Menschenmengen herbeizuführen, ohne dass es zu endlosen Diskussionen kommt. DieBasis macht vor, dass das funktioniert. 

Ich glaube fest daran, dass die direkte Basisdemokratie eine vernünftige und unserer heutigen Zeit angemessene Variante der Demokratie darstellt.

Ein basisdemokratisch beschlossenes Corona-Maßnahmenpaket hätte eine erheblich größere Zustimmung und Freiwilligkeit in der Bevölkerung gehabt als die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung. Und es wären mit Sicherheit klügere Maßnahmen heraus gekommen, da sie direkt durch die Betroffenen entschieden worden wären.

Wieso die Basisdemokratische Partei Deutschland?

Ich bin jetzt also Mitglied geworden bei der „Basisdemokratischen Partei Deutschland“, kurz „dieBasis“. Bei vielen der kleinen neueren Parteien konnte ich mich wiederfinden. Aber bei keiner so sehr wie bei der Basisdemokratischen Partei Deutschland. 

Sympathisch ist mir dieBasis, weil ich dort erleben darf und durfte, wie achtsam, freundlich, offen und herzlich miteinander umgegangen wird. Die Achtsamkeit ist hier nicht nur ein leeres Wort, sondern wird gelebt. Für mich ist das besonders wichtig, denn durch Achtsamkeit entwickeln sich Entscheidungen ganzheitlicher und mit Herz als nur vom Kopf heraus.

Ein mir sehr wichtiger Punkt unterscheidet dieBasis von allen anderen mir bekannten Parteien: Sie fokussiert sich ausschließlich auf den basisdemokratischen Prozess. Auf Mechanismen und Leitplanken, damit Basisdemokratie in unserer Gesellschaft funktionieren kann. 

Das unterscheidet sie sehr deutlich von den anderen „Programm-Parteien“, die mit einem umfassenden Parteiprogramm aufwarten, welches wir Wähler nach dem Motto „Ganz oder Garnicht“ wählen können. Statt dessen entstehen in einer Basisdemokratie die konkreten Inhalte in kontinuierlichen basisdemokratische Prozessen durch uns Bürger selbst. So stelle ich mir aktive Arbeit an unserer Gesellschaft vor!

Du fragst Dich, wer das Programm schreibt und die Inhalte liefert? Das sind wir alle, fortlaufend, unentwegt und ganz und gar mit dem Wandel der Zeit. Erhebe auch Du Deine Stimme und nimm die Gestaltung deiner Gesellschaft wieder selbst in die Hand. 

Wir ermächtigen auch Dich dazu, denn Du bist die Basis dafür.

Wir alle sind die Basis!

Constanze Clauss – dieBasis Berlin

Wir üben die Gesellschaft von Morgen

Über 12.000 Menschen haben sich (Stand März 2020) in dieBasis zusammen gefunden. Dort üben und erproben wir die Gesellschaft von Morgen: Wie wollen wir wir zukünftig gesellschaftliche Entscheidungen fällen – auch in Krisenzeiten? Wie wollen wir miteinander umgehen, ohne Schubladendenken, ohne Menschengruppen auszuschließen, ohne zu spalten? 

Wir arbeiten in dieBasis aktiv an einer schöneren Welt, die unser Herz kennt. Eine Gesellschaft, in der wir alle gemeinsam unsere Gestaltungskraft einsetzen können. Eine Gesellschaft, die sich über Landesgrenzen hinaus als Menschheitsfamilie begreift und ein harmonisches Miteinander mit der gesamten Schöpfung lebt.

Es kann sein, dass unsere heutige globale Gesellschaft, so wie wir sie kennen, vor dem Zusammenbruch steht. Wenn das eintreten sollte, dann haben tausende von Menschen durch dieBasis ein neues Zusammenspiel erprobt und können eine neue, bessere Gesellschaft aus den Trümmern der alten entstehen lassen. Und sollte ein solcher Zusammenbruch ausbleiben – na, dann lasst uns in freudvollem Handeln die Idee von Basisdemokratie und Achtsamkeit in unserer Gesellschaft Realität werden. 

Mach mit, beteilig Dich – damit auch Deine Stimme gehört und Deine Meinung zählt!

Lasst uns eine Gesellschaft aufbauen, in der wir wieder selbst Verantwortung tragen. In der wir wieder selbst gestalten. In der wir Bürger die einzige Lobby sind, die zählt.



Weiterführende Informationen: 


Martin Bucher
Life- & Familien-Coaching

Ich begleite Organisationen und Eltern bei ihrer Entwicklung. Dabei kann ich auf einen reichhaltigen Schatz an Erfahrungen und fundierten Ausbildungen zurückgreifen.

Über mich // Life Coaching // Organisationskultur // Newsletter

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

<span>%d</span> Bloggern gefällt das:
search previous next tag category expand menu location phone mail time cart zoom edit close