Kongress „Wirtschaft und Spiritualität“ – mein Fazit

Vom 3. bis 6. Oktober war ich Teilnehmer am gut besuchten Kongress „Wirtschaft und Spiritualität“ im schönen Kirchzarten. Für mich ein sehr berührendes Ereignis, aus dem ich mit vielen Impulsen nach Hause gegangen bin. 

Erfrischend andere Atmosphäre

Ich war schon auf ziemlich vielen Kongressen. Aber dieser war erfrischend anders. Unter den Teilnehmer*innen ist in den wenigen Tagen eine echte Verbundenheit entstanden, die ich auf Kongressen so noch nie erlebt habe. Aus meiner Sicht ein ganz großer Unterschied war, dass die Menschen ständig angeregt wurden, sich auf Herzensebene auszutauschen. Damit begegneten sie sich wirklich als Mensch und nicht als Funktion eines Wirtschaftsunternehmens.

Bewegende Referenten und Workshops

Die Referenten, darunter Dr. Claus Eurich und Dr. Franz Alt, haben in ihren Vorträgen deutlich gezeigt, dass die Lösungen für die katastrophale Lage des Planeten durchaus da sind. Es fehlt allerdings der politische und gesellschaftliche Wille, diese Lösungen auch umzusetzen. So lassen wir zu, dass täglich 150 Tier- und Pflanzenarten für immer aussterben, jeden Tag 50.000 Hektar Erde zur Wüste werden – während sowieso schon überbevölkerte 1/4 Millionen neue Menschen pro Tag zusätzlich beherbergen muss.

Mich persönlich sehr getroffen hat die Aussage von Dr. Franz Alt, dass 1 Liter Sprit 10.000 Liter Luft verpestet. Natürlich habe ich vorher schon gewusst, dass Autofahren nicht gut für die Umwelt ist. Aber seine Aussage finde ich ein so eindrückliches Bild, dass ich jetzt noch mehr auf das Auto verzichten will. 

Insgesamt gab es ein umfangreiches Angebot an teils parallelen Workshops. Ich habe mir den Vortrag von Michael Böttcher ausgesucht, der versucht, die Lufthansa auf dem Weg zu einer bewussten Organisation zu begleiten. Er hat betont, wie wichtig eine Haltungsänderung im Management ist, denn „Du kannst keine Organisation höher entwickeln, als die Leitung entwickelt ist“.

Mein persönliches Highlight war der Vortrag von Vivian Dittmar über trans-rationales Denken. Das war für mich so einleuchtend und ihre Übung hat mich so tief berührt, dass ich unbedingt mehr darüber lernen will. Bei Gelegenheit schreibe ich darüber in diesem Blog.

Zufrieden mit meinem eigenen Workshop

Auf dem Kongress durfte ich auch einen Workshop anleiten. 26 Teilnehmer*innen haben meinen Workshop „Mitarbeiterführung mit Herz und Verstand. Einführung in gewaltfreie Kommunikation“ gewählt. Es wurden zwei intensive Stunden, in denen ich die Teilnehmer*innen mit dem Kern der Gewaltfreien Kommunikation in Berührung gebracht habe. Ich bin mit mir als Workshop-Leiter sehr zufrieden, bestärkt durch viele positive Rückmeldungen.

Mein Fazit

Der Kongress hat in mir die Hoffnung genährt, dass wir Menschen es doch noch schaffen können, das Ruder herum zu reissen um das „Projekt Menschheit“ auf unserem Planeten in gute Bahnen zu lenken. Es tat mit unheimlich gut, mich mit so vielen Wandelfreunden auszutauschen und zu wissen: Ich alleine kann die Welt nicht retten – und ich muss es auch nicht tun. Sondern ich bin Teil einer großen und bunten Gemeinschaft von Menschen, die alle gemeinsam den Großen Wandel aktiv gestalten. 

Dem Initiator für diesen Kongress, Hans-Jürgen Lenz, bin ich sehr dankbar dafür für diesen Kongress.

Ich freue mich jetzt schon auf seine Fortsetzung…

1 Kommentar zu „Kongress „Wirtschaft und Spiritualität“ – mein Fazit

  1. Ich kann die Gedanken von Martin wirklich teilen. Ich selbst war auch auf dem Kongress und durfte eine Mischung von Menschen erleben, die sich gedanklich weiterhin viel in der Wirtschaft aufhalten und gleichzeitig ihr Herz öffnen vor allem für mehr Mitmenschlichkeit in allen sozialen Bereichen. Der Ruf nach dieser Mitmenschlichkeit, die ja auch ein Motiv des Kongresses war, war sehr oft zu hören. WIr wissen doch alle, dass die Stimmung in den Unternehmen unmöglich ist und die Menschen sehr darunter leiden. Jeder schreit nach Wertschätzung, Wahrnehmung und Anerkennung, gleichwohl finden wir nicht viele Menschen, die diese Werte auch wirklich leben. Die Vorträge und Workshops haben mir persönlich den Blick geweitet und mich motiviert, mich noch mehr für diese Werte einzusetzen. Dieser Kongress wurde das erste Mal veranstaltet veranstaltet und ich rufe den Veranstaltern von ganzem Herzen zu, bitte macht weiter, so dass ich mich auf den Kongress 2020 freuen darf. Lieber Gruß Michael Pross

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